El­ter­li­che Sorge: Schon vor der Re­form mehr Rech­te für le­di­ge Väter

Ber­lin, 19. Au­gust 2010

Bun­des­jus­tiz­mi­nis­te­rin Sa­bi­ne Leu­theus­ser-Schnar­ren­ber­ger er­läu­tert neue Mög­lich­kei­ten für le­di­ge Väter, schon vor einer ge­setz­li­chen Neu­re­ge­lung das ge­mein­sa­me Sor­ge­recht für ihre nicht­ehe­li­chen Kin­der zu er­hal­ten:

Bei der el­ter­li­chen Sorge hat sich die Rechts­la­ge ge­än­dert. Le­di­ge Väter haben heute mehr Rech­te als vor einem Monat. Bis­her hat­ten Väter nicht­ehe­li­cher Kin­der keine Mög­lich­keit, das ge­mein­sa­me Sor­ge­recht gegen den Wil­len der Mut­ter zu be­kom­men. Die Zu­stim­mungs­ver­wei­ge­rung der Mut­ter konn­te nicht ein­mal ge­richt­lich über­prüft wer­den - das haben der Eu­ro­päi­sche Ge­richts­hof für Men­schen­rech­te und das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt be­an­stan­det.

Ab so­fort kön­nen be­trof­fe­ne Väter eine ge­richt­li­che Ent­schei­dung be­an­tra­gen, wenn dem ge­mein­sa­men Sor­ge­recht die Zu­stim­mungs­ver­wei­ge­rung der Mut­ter ent­ge­gen­steht. Vor­läu­fi­ge An­ord­nun­gen des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts schaf­fen neue Rechts­schutz­mög­lich­kei­ten. Be­trof­fe­ne Väter müs­sen nicht auf die ge­setz­li­che Neu­re­ge­lung war­ten.

Das Bun­des­jus­tiz­mi­nis­te­ri­um ar­bei­tet an einer ge­setz­li­chen Neu­kon­zep­ti­on, die immer dann zum ge­mein­sa­men Sor­ge­recht führt, wenn das Kin­des­wohl nicht ent­ge­gen­steht. Die in­ten­si­ven Ge­sprä­che mit Rechts- und Fa­mi­li­en­po­li­ti­kern der Re­gie­rungs­ko­ali­ti­on wer­den zügig fort­ge­setzt. Die dis­ku­tier­ten Mo­del­le und Über­le­gun­gen müs­sen jetzt so zu­sam­men­ge­führt wer­den, dass dem Wohl der be­trof­fe­nen Kin­der op­ti­mal Rech­nung ge­tra­gen wird.

Die Ant­wor­ten auf die häu­figs­ten Fra­gen zum ge­mein­sa­men Sor­ge­recht, zu der ge­plan­ten Neu­re­ge­lung und den vor­läu­fi­gen An­ord­nun­gen des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts fin­den Sie unter www.​bmj.​de/​sorge-umgangsrecht

 

Quelle: Pressemitteilung des Bundesministeriums der Justiz